Die „Als-ob-Methode“ im Coaching

Im Coaching gibt es diese wunderbare Methode, die sich die „Als-Ob-Methode“ nennt und diese Methode ist sehr nützlich und hilfreich die eigene Fantasie als Quelle für die Zukunft zu nehmen.

Ich komme darauf, da ich diese Methode in letzter Zeit häufiger verwendet habe und sie doch immer wieder neue kreative Prozesse im Klienten anstößt und sehr hilfreich ist.

So einfach und doch so effektiv.

Im Grunde geht es darum, den Klienten dahingehend zu motivieren, so zu tun, als ob sein Problem bereits gelöst wäre.

„Wie wird es sein, wenn Sie Ihr Problem bewältigt haben? Was werden Sie dann wahrnehmen? Versetzen Sie sich mit all Ihren Sinnen in die zukünftige Situation, in das gelöste Problem? Wie fühlen Sie sich? Tun Sie bitte einmal so, als ob Sie dieses Ziel bereits erreicht hätten…jetzt!“

Solche und ähnliche Fragen, sollen den Klienten dahin bringen, sich mental und mit all seinen Sinnen in das gelöste Thema rein zu begeben.

Oftmals ist das Ziel unklar, wo will der Klient „eigentlich“ hin, da er sich daran gewöhnt hat, sich auf die negativen Aspekte seiner Situation zu fokussieren. Er sieht nur das Problem, aber nicht den Weg der zur Lösung führt (oder die Wege?). Die Ressourcen, die für die Lösung notwendig sind, sind durch die Problemorientierung blockiert.

Kennen Sie das selbst von sich?
Wenn ein Problem vorhanden ist (egal welcher Art), dann kreisen die Gedanken nur um das Problem. Man spricht darüber und begibt sich somit noch mehr in den „Problem-Gedanken-Kreisel“. Manche Menschen um einen herum helfen sogar noch tatkräftig den „Problem-Talk“ auch recht schön lange aufrechtzuerhalten. Das Problem wird von allen Seiten beleuchtet und bis ins Detail besprochen. Den Gedanken und Gesprächen eine positive lösungsorientierte Richtung zu geben, einen sogenannten „Solution-Talk“ zu etablieren, davon ist zunächst erst mal nichts zu bemerken.

In so einem Fall muss man den Klienten vom Problem weg und in die Zukunft führen, um in so in den Kontakt mit möglichen Problemlösungen zu bringen.

„Woran werden Sie merken, dass das Problem gelöst ist? Woran werden Sie als Erstes merken, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben?“

Durch solche Aufforderungen kann der Klient aus dem blockierten Problemzustand in einen besseren, erstrebenswerten Zustand geführt werden.

„Und welche Fähigkeiten haben Sie genutzt, um Ihr Ziel zu erreichen / Ihr Problem zu lösen?“

Durch diese Frage werden dann auch noch gleich genutzte oder gelernte Fähigkeiten simuliert, die gleichzeitig in das echte Leben integriert werden können.

Die „Als-Ob-Methode“ lässt sich flexibel einsetzen und hilft dem Klienten im Gehirn ein positives Modell der Wirklichkeit entstehen zu lassen.
Die Fakten der Außenwelt werden durch innere Vorstellungen so verändert, dass daraus kreative Lösungsentwürfe entstehen.

Diese Methode ist auch sehr hilfreich, um herauszufinden, wozu man fähig ist. Denn, was man sich vorstellen kann, das kann man auch erreichen.

Hierzu habe ich auch einen tollen Absatz im NLP-Buch „Neurolinguistisches Programmieren: Gelungene Kommunikation und persönliche Entfaltung“ von Joseph O’Connor und John Seymour gelesen, den ich hier gerne weitergebe:

(…) Der beste Weg herauszufinden, wozu Sie fähig sind, ist, so zu tun, als könnten Sie es. Handeln Sie so, „als ob“ Sie es können. Was Sie nicht tun können, werden Sie auch nicht ausprobieren. Wenn es wirklich unmöglich ist, machen Sie sich keine Sorgen, das finden Sie schon heraus. (Und stellen Sie sicher, dass Sie, wenn nötig, angemessene Sicherheitsvorkehrungen treffen.) Solange Sie glauben, dass etwas unmöglich ist, werden Sie in der Tat nie herausfinden, ob es möglich ist oder nicht(…).

So tun „als ob“! Probieren Sie es aus!

Ich freue mich –wie immer- über Feedback und stelle mir nun vor „als ob“ ich schon ganz viele Kommentare hierzu erhalten hätte;-)

Herzliche Grüße

Karoline Beck

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