Das Leben managen

Das Leben managen (nach Covey) – Eine Blogfolge in sieben Teilen

 

Was bedeutet, das Leben zu managen?

Unter managen verstehen wir, etwas zu leiten, etwas zu organisieren oder auch etwas zu führen. Manager gibt es heute vor allem in Firmen und Unternehmen und Manager haben in dem Bereich wo sie tätig sind Verantwortung zu tragen. Verantwortung für Ihre Mitarbeiter, über die Finanzen und darüber, dass alles gut funktioniert. Effizient, effektiv und erfolgreich. Dann ist das gesetzte Ziel erreicht und der Bonus winkt.

Auf unser Leben umgemünzt, ist das gar nicht mal so viel anders. Das Leben zu managen bedeutet auch, Verantwortung zu tragen. Verantwortung für sich selbst und für andere. Die Finanzen im Blick zu haben und zu schauen, dass alles gut funktioniert.

Tun wir das nicht jeden Tag? Wenn alle Bemühungen und Vorhaben von Erfolg gekrönt sind umso besser und schöner. Die Ziele sind erreicht und als Bonus gibt es Lebensglück, Zufriedenheit und ein erfülltes Menschsein.

Das Leben zu managen heißt in anderen Worten auch effektive Lebensgestaltung. Doch was gehört zur effektiven Lebensgestaltung dazu? Wann kann von einer effektiven Lebensgestaltung gesprochen werden? Ein gut gemanagtes Leben?

Mit meiner neuen Blogreihe möchte ich Ihnen die sieben Wege der effektiven Lebensgestaltung nach Covey näher bringen und Sie darin bestärken, Ihr Leben (noch) effektiver zu gestalten. Auch wenn Sie schon Profi sind, Anregungen gibt es immer. Ich lade Sie herzlich ein, mit mir gemeinsam diese Wege zu beschreiten.

Heute: Weg 1 – Proaktiv sein

Um sein Leben effektiver zu gestalten heißt im ersten Schritt, sein eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das Leben selbst in die Hand zu nehmen heißt, proaktiv handeln. Nicht andere handeln lassen, sondern selbst handeln. Jeder von uns ist für sein Leben selbst verantwortlich. Jeder kann tun und lassen was er will, in dem Rahmen und in den Möglichkeiten, die einem gegeben sind. Aber auch darüber hinaus. Selbst handeln, selbst entscheiden aber auch bereit sein die Konsequenzen zu tragen sind wichtige Grundpfeiler für die Mündigkeit zum eigenen Leben. Selbst verantwortlich sein für sein Denken und Tun.

Schaut man in die Welt hinaus erlebt man leider oft das Gegenteil davon. In unserer Gesellschaft gibt es viele Menschen die ihre eigenen Fehler oder Misserfolge bei ihren Genen, bei ihren Eltern, Familien oder ihrer Umwelt suchen. Immer sind andere Schuld oder der Umstand. Wenn es „anders“ gelaufen wäre, wenn „jemand“ sich anders verhalten hätte, dann, ja dann, wäre „man“ erfolgreich gewesen.
Entschuldigungen und Ausflüchte gibt es dann genug, warum „etwas“ nicht geklappt hat.
Diese Menschen schlittern dann irgendwie durchs Leben, am Ende frustriert, weil die Umstände ja so schlecht waren und man ja eigentlich ein besseres Leben verdient hätte.
Man konnte es nicht ändern, es war halt so.

„Nicht das, was uns geschieht, sondern die Art, wie wir darauf reagieren, ist das, was uns prägt“ (Coley).

Alle Entscheidungen, die Sie in Ihre Leben getroffen haben und die Entscheidungen, die Sie heute treffen bestimmen Ihr Leben und Ihre Zukunft. Und jedes Mal, wenn Sie die Schuld von sich abweisen und auf andere zeigen und anderen die Schuld geben, dann geben Sie die Kontrolle über sich selbst auf und anderen in die Hand. Sie manövrieren sich selbst in die Handlungsunfähigkeit. Sie leben dann nach Skripten und Handlungsvorgaben, die andere für Sie geschrieben haben.

Anders handeln proaktive Menschen. Sie übernehmen die Verantwortung für ihr Leben und für die Dinge, die in ihrem Leben geschehen. So bleiben sie am Steuerrad ihres Lebens. Auch wenn es mal nicht gut läuft bleibt man handlungsfähig und Regisseur seines eigenen Lebens-Drehbuchs.

Natürlich läuft es oft genug im Leben nicht gut. Menschen verlieren ihre Arbeit, werden ungerecht behandelt, beschimpft oder auf eine andere Art und Weise in eine unschöne Situation gebracht, für die sie erst mal nichts können. Aber dann liegt es immer noch an der Entscheidung des Einzelnen zu lamentieren, auf die bösen Anderen zu schimpfen und als Griesgram zu enden, oder sich die Situation anzuschauen und zu entscheiden, was jetzt zu tun ist. Nach vorne schauen und für das weitere Handeln Verantwortung übernehmen, das ist proaktiv.

Aber wie wird man nun proaktiv?

Wenn Sie das Ziel haben, sich wirklich zu verbessern, ein besserer Manager Ihres Lebens zu werden, dann müssen Sie an der Stelle anfangen, an der Sie den größten Einfluss haben.
Der größte Einflussbereich ist immer noch der persönliche. Beginnen Sie bei sich selbst!

Sie sind Herr über sich selbst. Wann immer Sie denken, dass das Problem außerhalb Ihres persönlichen Einflussbereiches sei, dann ist genau dieser Gedanke das Problem.

Sie sind der Programmierer Ihres Lebens.
Sie sind der Regisseur Ihres Lebens.

Sie können alle Skripte Ihres Lebens, alle Drehbücher, die Ihnen durch Ihre Eltern, Großeltern, Familie und Umwelt zugeteilt und für Sie geschrieben wurden jederzeit umschreiben. Jederzeit!

  • Achten Sie bei Ihren täglichen Handlungen darauf, ob Sie gerade eine Rolle im Drehbuch eines anderen übernehmen, oder ob Sie Handelnder in Ihrem eigenen Drehbuch sind.
  • Konzentrieren Sie sich auf Ihre Sprache und auf deren Inhalt. Vermeiden Sie folgende Formulierungen:
    – „Ich kann nicht“ (bedeutet ja meisten auch nur „Ich will nicht“)
    – „Hätte ich nur“ (Bedauern über nicht getane Dinge, falsche Entscheidungen)
    – „So bin ich eben“ (ist das so?)
    – „Man müsste mal“ (wer ist „man“ und „müsste mal“ wird sich nie erfüllen)
  • Denken Sie über vergangene Situationen nach oder eine spezielle Situation in der Sie reaktiv (passiv) gehandelt oder kommuniziert haben. Wie wäre die Situation verlaufen, wenn Sie proaktiv gehandelt hätten?
  • Gehen Sie in Gedanken in eine zukünftige reale Situation, in der Sie wahrscheinlich reaktiv handeln oder kommunizieren werden. Denken Sie um! Wie wird sich die Situation gestalten, wenn Sie proaktiv handeln? Spielen Sie verschiedene Möglichkeiten durch. Wie fühlt sich das an?

Merken Sie schon einen kleinen Unterschied?

Natürlich braucht es Übung, um Veränderungen in das eigene Leben zu bringen. Auch das proaktiv sein muss geübt werden, jeden Tag und in allen Situationen.

Aber Sie werden sehen, wie mit allem was Sie im Leben gelernt haben, es wird in kleinen und manchmal großen Schritten, jeden Tag etwas besser.

Seien Sie proaktiv!

Herzliche Grüße
Karoline Beck

Ausblick zum zweiten Teil (Weg): „Schon am Anfang das Ende im Sinn haben“

Kommentare (2)

  1. Beatrix Andree

    Hallo Karoline,
    das Leben selbst in die Hand zu nehmen, finde ich extrem wichtig. Daür muss ich dann natürlich auch die Verantwortung übernehmen und kann es nicht auf Andere schieben. Das ist unbequem und tut manchmal sogar weh. Aber daraus können wir lernen! Ich kann mir ein Leben ohne selbstverantwortlich zu sein ehrlich gesagt nicht vorstellen. Ich käme mir wie in einem Gefängnis vor. Es ist doch mein Leben – und dazu stehe ich.
    Ich finde, du hast hier ein sehr wichtiges Thema aufgegriffen und ich bin schon gespannt darauf, wie es weiter geht.
    Viele Grüße,
    Beatrix

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    1. Karoline Beck (Beitrag Autor)

      Liebe Beatrix,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Freut mich sehr!
      Ja, nächste Woche geht es weiter.
      Liebe Grüße an Dich
      Karoline

      Antworten

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