Positiv denken

Schon wieder ein Text über „positives Denken“, denken Sie?

Ja, Sie mögen Recht haben. Gibt es doch schon genug Literatur darüber und sicherlich haben Sie auch das eine oder andere Buch zum Thema zuhause im Bücherregal stehen (oder?).

Aber irgendwie komme ich gerade nicht darum herum. Gibt es doch so viele Menschen, die immer nur das Negative sehen und das Positive in ihrem Leben außer Acht lassen.

Mir geht es hierbei nicht darum, das Leben irgendwie rosarot anzumalen und verkrampft positiv zu denken (wenn das Gefühl nicht stimmt, dann klappt das zumeist sowieso nicht so gut), es geht mir aber darum, auch nicht alles schlecht zu sehen, bzw. über alles zu jammern (oh ja, diese Menschen gibt es).

Ich persönlich bin der Meinung, dass eine realistische Sicht der Dinge (wobei diese „realistische Sicht“ auch sehr individuell sein kann, denn was ist schon Realität) die angemessenere Art ist auf die Welt zu schauen. Dabei bevorzuge ich diesen Realismus mit einem grundlegenden gesunden Optimismus und nicht gepaart mit einer düsteren Weltsicht.

Mit einer optimistischen Sicht der Dinge vergeudet man weniger Zeit mit unnötigen Sorgen und das Leben kann leichter gemeistert werden und man ist einfach zufriedener.

Auch wenn es mal schwer ist, aber Dinge positiv zu sehen, bzw. positiv anzugehen macht einen auch handlungsfähiger. Pessimismus bzw. alles schlecht sehen und schlecht reden, zieht einen regelrecht runter und macht handlungsunfähig.

Folgende indische Parabel, die dem einen oder anderen geneigten Leser vielleicht schon bekannt sein mag, veranschaulicht dies sehr bildhaft

Das Märchen von den zwei Hunden

Tief in einem dichten Dschungel in Indien, so die Sage, stand einst ein goldener Tempel. Seine Innenwände waren mit Hunderten glänzender Spiegel verkleidet. Eines Tages kam ein streunender Hund des Weges, sah das gleißende Gold und beschloss, den Tempel zu seinem Heim zu erklären. Selbstbewusst lief er hinein. Doch kaum im Inneren, sah er die vielen Spiegelbilder und glaubte, von Hunderten von feindseligen Hunden umzingelt zu sein. Er bleckte die Zähne und knurrte. Die Hunde in den spiegeln knurrten zurück. Er bellte, und sie bellten ihm nach. Da nahm er alle Kraft zusammen und warf sich gegen das nächste Spiegelbild. Er krache mit solcher Wucht in das Glas, dass er sich das Genick brach und auf der Stelle tot umfiel – mitten in einem riesigen Scherbenhaufen.
Dann tauchte ein zweiter Hund aus dem Dschungel auf, entdeckte den Tempel und lief ebenfalls hinein. Auch er sah sich von Hunderten anderer Hunde umgeben. Doch er reagierte völlig anders: Er betrachtete die Hunde als Spielgefährten und wedelte freudig mit dem Schwanz. Die anderen Hunde taten das gleiche. Er sprang umher, und sie sprangen umher. Er hatte ein gutes Zuhause gefunden und verbrachte den Rest seines Lebens in dem goldenen Tempel.

 

Die Moral der indischen Fabel liegt auf der Hand. Die Einstellung, wie ich Dinge sehe bzw. über sie denke, bestimmt über Erfolg oder Misserfolg. Optimisten werden daher erfolgreicher sein, als Pessimisten. Es lohnt sich also darüber nachzudenken, wie man an bestimmte Situationen im Leben herangeht und ob man an seiner Sichtweise und Einstellung ggf. etwas verbessern könnte.

Sind Sie eher ein Optimist oder ein Pessimist?

 

Natürlich hat man auch mal pessimistische Gedanken, keine Frage. Das ist natürlich und menschlich. Die Frage ist hier, ob man von Natur aus pessimistisch veranlagt ist und in allem das Schlechte sieht oder alles schlecht redet und das Gute und Positive nicht mehr sehen kann oder will.

 

Folgende Punkte kann man sich immer wieder vergegenwärtigen um optimistischer zu werden, oder wenn man mal in einem pessimistischen Tief hängt, um sich wieder auf Optimismus zu eichen:

  • Beschließen Sie einfach, falls Sie mal zu negativ denken, ab sofort fröhlicher zu werden – Sie werden sich besser fühlen und andere Menschen fühlen sich auch wohler in der Gesellschaft von entspannten und glücklichen Zeitgenossen.
    Leichter gesagt, als getan, aber vielleicht hilft Ihnen dabei auch die Bleistiftübung, die ich in einem meiner Blogbeiträge beschrieben habe.
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  • Lächeln Sie mindestens 3 x täglich und bemühen Sie sich um eine Haltung, die dazu führt, dass Ihr Lächeln von innen kommt.
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  • Seien Sie nicht zu übertrieben kritisch. Versuchen Sie, die Fehler und Schwächen anderer zu tolerieren. Versuchen Sie auch Ihre eigenen Fehler und Schwächen zu tolerieren. Negative Gefühle ziehen Sie selbst nur runter, machen Sie noch missmutiger und kritischer und Sie tun sich letztendlich selbst nichts Gutes.
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  • Rufen Sie sich aktiv positive Erlebnisse ins Gedächtnis und verbessern Sie somit Ihre Laune. Wer die Welt grau in grau sieht, kann mit schönen Erinnerungen seine Stimmung deutlich verbessern.
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  • Auch die Aussicht auf ein zukünftiges schönes Erlebnis hat dieselbe Wirkung. Bei dem Gedanken daran wird es Ihnen gleich besser gehen.
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  • Begehen Sie auch nicht den Fehler, den viele Pessimisten begehen. Klagen Sie nicht ständig über Ihr Leben und wie schlecht es Ihnen geht. Zu viel lamentieren und klagen manifestiert sich in Ihrem Leben und es kann ja gar nicht besser werden, wenn man ständig in diesem Negativstrudel schwimmt. Auch für Ihr Gegenüber kann es anstrengend sein, sich nur das Negative anzuhören.
    (Nicht dass man nicht erzählen darf, dass gerade etwas nicht gut läuft, oder man tatsächlich gerade ein heftiges Problem hat, aber nach spätestens 5-10 Minuten sollte Schluss sein mit dem lamentieren und in ziel- und lösungsorientiertes Denken umschwenken).
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  • Gehen Sie schwierige Situationen so gelassen wie möglich an und vermeiden Sie es, übereilt, gedankenlos oder sogar unter Wut oder Ärger zu reagieren.
    Stellen Sie sich in Gedanken das beste Ergebnis, den besten Verlauf, die gemeisterte Situation oder den erreichten Erfolg vorab in den schönsten Farben vor. Das hilft gelassener in die Situation zu gehen, da Sie es vorab schon gedanklich erfolgreich durchgespielt haben.
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  • Lernen Sie, die Dinge, die Sie nicht ändern können, zu akzeptieren. Erlauben Sie ihnen nicht, dass Sie schlechte Laune bekommen, sich ärgern und sich runterziehen lassen oder vielleicht sogar Ihr ganzes Leben „schwarzfärben“.
    Regenwetter ist nun mal Regenwetter und das lässt sich nicht ändern. Wie viele Menschen gibt es, die wegen Regen schlechte Laune haben? Lassen Sie nicht zu, dass Dinge die Sie definitiv nicht ändern können, Ihre Laune vermiesen.
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  • Und freuen Sie sich über die Guten und schöne Dinge in Ihrem Leben. Denn die gibt es ganz bestimmt. Freuen Sie sich auch über die kleinen Dinge. Versuchen Sie aufmerksamer zu werden und all das Gute und Schöne und Positive ganz bewusst wahrzunehmen und auch zu würdigen.
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  • Seien Sie dankbar für das Gute und Schöne. Dankbar zu sein ist ein ganz wunderbares Gefühl, dass das Positive noch verstärkt.

„Optimisten haben keine Ahnung von den freudigen Überraschungen, die ein Pessimist erleben kann“. (Peter Bamm)

Mit optimistischen Grüße
Karoline Beck

Wie immer freue ich mich über Anmerkungen und Feedback zu meinem Blog!

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