Bist Du ein Pinguin?

Fühlen Sie sich auch manchmal wie eine Fehlkonstruktion in dieser ach so perfekten Welt? O.k. meistens wird einem die perfekte Welt nur in den bunten Gazetten vorgespielt. Perfekte Damen und Herren in schönem Gewand. Aber auch in der Arbeitswelt gibt es doch die tollen Überflieger, die nicht umhin können von Ihren tollen Leistungen zu berichten und sich selbst, als von Gott persönlich geformt, beweihräuchern. Selbst fühlt man sich dann manchmal wie fehl am Platz.

Zum Glück wissen wir, dass die meisten Fotos in den uns umgebenden Illustrierten retuschiert sind und die uns entgegenlächelnden Models auch vielleicht nicht ganz so perfekt sind.
Genauso wie der Kollege nebendran, der sich gut verkauft, aber dessen Fehler man gerade noch ausgebügelt hat (meisten still und leise). Mehr Schein als Sein, so weiß man, aber weiß es auch der Chef? Ja und der Kollege ist auch nicht perfekt. Wie übrigens nichts auf dieser Welt (außer die Natur vielleicht). Aber was ist schon perfekt?

Am richtigen Ort, an der richtigen Stelle, im richtigen Element, dann ist man perfekt, zumindest fühlt man sich wohl und am rechten Fleck. Für alles was man ist, für das was man tut, für die lieben Menschen um einen herum und für das pure Dasein! Perfektion im Imperfekten!

 

Pinguine sind ein wunderbares Beispiel für diese „Perfektion“ wie folgende Geschichte von „Eckart von Hirschhausen“ zeigt:

„Endlich, nach drei Tagen auf See, fester norwegischer Boden. Ich ging in den Zoo. Oder besser gesagt: Ich wankte. Im Zoo sah ich einen Pinguin auf seinem Felsen stehen. Ich dachte: „Du hast es ja auch nicht besser als ich. Immerzu Smoking? Wo ist eigentlich deine Taille? Die Flügel zu klein. Du kannst nicht fliegen. Und vor allem: Hat der Schöpfer bei dir die Knie vergessen?“ Mein Urteil stand fest: Fehlkonstruktion.

Dann ging ich eine kleine Treppe hinunter und sah durch eine Glasscheibe in das Schwimmbecken der Pinguine. Und da sprang „mein“ Pinguin ins Wasser, schwamm dicht vor mein Gesicht, schaute mich an, und ich spürte, jetzt hatte er Mitleid mit mir. Er war in seinem Element.
Boh ey. Ohne Worte.

Ich habe es nachgelesen: Ein Pinguin ist zehnmal windschnittiger als ein Porsche! Mit der Energie aus einem Liter Benzin käme er über 2500 km weit! Pinguine sind hervorragend geeignet zu schwimmen, zu jagen, zu spielen – und im Wasser viel Spaß zu haben. Sie sind besser als alles, was Menschen jemals gebaut haben. Und ich dachte: Fehlkonstruktion!

Der Pinguin erinnert mich an zwei Dinge: erstens, wie schnell ich Urteile fälle, nachdem ich jemanden in nur einer Situation gesehen habe, und wie ich damit komplett daneben liegen kann.
Und zweitens: wie wichtig das Umfeld ist, damit das, was man gut kann, überhaupt zum Tragen kommt, zum Vorschein und zum Strahlen.

Menschen ändern sich nur selten komplett und von Grund auf. Salopp formuliert: Wer als Pinguin geboren wurde, wird auch nach sieben Jahren Therapie und Selbsterfahrung in diesem Leben keine Giraffe werden. Sich für die Suche nach den eigenen Stärken um Hilfe zu bemühen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Intelligenz. Und wenn du merkst, du bist ein Pinguin, schau dich um, wo du bist. Wenn du feststellst, dass du dich schon länger in der Wüste aufhältst, liegt es nicht nur an dir, wenn es nicht „flutscht“. Alles, was du brauchst, sind kleine Schritte in die Richtung deines Elements. Finde dein Wasser. Und dann heißt es: Spring ins Kalte! Und schwimm! Und du weißt, wie es ist, in deinem Element zu sein.“

Schwimmen Sie schon in Ihrem Gewässer, in Ihrem Element und am rechten Fleck?

Auch als vermeintlicher Pinguin (die ich übrigens großartig finde) kann man seine Talente zum Strahlen bingen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in Ihrem Element strahlen!

Herzliche Grüße

Ihre Karoline Beck

 

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